* Gefällt Dir diese Homepage oder meinst Du es besser zu können? Erstelle deine eigene kostenlose Homepage jetzt! *

< zurück zur Übersicht >

Sonntag 11.03.2012    Erste Radtour bergwärts

                                   Rund um und quer durch die Dresdner Heide

Treff war 09:45 Uhr in Dresden auf dem Elberadweg

                                  vorm "Augustusgarten am Narrenhäusl"

    

Die Wettervorhersagen waren recht durchwachsen – dennoch erschienen drei Leute zum Start – neben mir waren dies der René, der durch diese Homepage auf unsere Touren aufmerksam geworden war und sich am Samstag angemeldet hatte und Jörg, der bereits beim Anradeln mit dabei war. Bei trockenem, bewölktem Wetter fuhren wir zuerst elbaufwärts bis kurz hinter die Waldschlösschenbrücke, wo wir am Wasserwerk links abbogen und den Anstieg zur Saloppe ohne zu schieben meisterten. Nachdem wir die Höhen der Bautzner Straße erklommen und diese gequert hatten, ging's weiter auf dem breiten Weg entlang des Tiergeheges rüber zur Fischhausstraße. Auch hier stieg der Weg ganz schön stark an, am besten sah man es, als wir an einem kleinen Fußballplatz vorbeifuhren, der ja sicher in Waage angelegt worden war. Neben der Fischhausstraße fuhren wir zum Heide-Parkplatz am Ortsausgang, wo wir kurz hielten – ich tauschte meine Jacke gegen eine dünnere und Jörg verschwand mal kurz hinter die Bäume.

    

  

    

Ja, Ihr seht richtig - da wir in der Zeit des Geisterspiels unterwegs waren, hatte ich eine kleine Dynamo-Fahne mit dabei.

     

In der Heide ging’s dann auf dem Spiegel- oder Doppel-E-Weg in weiten Schwüngen stetig bergan bis wir den HG-Weg erreichten. Ab dieser Kreuzung fuhren wir vorbei an der Baumschule, an deren Nordseite sich übrigens ein sehr schöner Rastplatz mit Schutzhütte befindet, zuerst auf dem HG-Weg und dann weiter auf dem sich anschließenden HB- oder Dreibörnerweg bis zur Alten Eins. Ab da gibt es zwei Möglichkeiten, zur Heidemühle zu gelangen. Wir stellten dabei fest, dass der direktere Weg, der teilweise in den Niederungen des Dreibörners (ein kleiner Bach zur Prießnitz) verläuft, eher etwas für heiße Sommertage ist und verblieben auf dem HB- oder Dreibörnerweg. An der Staatsstraße angekommen, konnte ich erfreut feststellen, dass es auf dem kurzen Stück bis zur Heidemühle entlang der Straße einen Fußweg gibt. Von Dresden kommend liegt vor der Brücke über die Prießnitz links die Wild- und Speisegaststätte "Einkehr zur Heidemühle" und rechter Hand die gemütliche Wirtschaft „Haidemühle“. (www.haidemühle.net), wo wir rasteten.

    

     

Da es trocken war, saßen wir zuerst draußen und ließen es uns bei Steak bzw. Bratwurst und Bier gut gehen. Als es dann ein wenig zu tröpfeln anfing, wechselten wir nach drinnen, wo es dank des laufenden Kamins urig gemütlich war. Für diesen ersten Teil unserer Tour waren wir genau 11,4 km geradelt. Als es dann weiter ging, haben wir noch nacheinander die Toiletten im Keller des alten Heidemühlengebäudes aufgesucht und dann ging’s über die Brücke und dann rechts in den Prießnitztalweg, in anderen Karten auch als Neuer oder Farbengruben genannt. Entlang der Prießnitz fuhren wir bis zur Kreuzung mit dem Weißiger Weg und der Alten Eins. An der Bank gab’s einen kurzen Stopp – wir „entsorgten“ den Glühwein von Jörg fachgerecht, bevor er erst noch kalt geworden wäre.

    

  

    

Weiter ging es auf der Alten Eins – und wie ich es ja bereits 2010 im Tharandter Wald leidhaft erfahren musste, wurden solche schnurgerade durch die Wälder verlaufenden Wege nach forstwirtschaftlichen Prämissen und ohne jegliche Beachtung der Topographie angelegt, was zu einer recht bewegten Gradiente führt. Also radelten wir fleißig bergan und bergab bis wir den A-Flügel erreichten. Auf diesem ging es in Richtung Radeberg. Als erstes erwartete uns – ja was denkt Ihr wohl, was uns erwartete – ein längerer Anstieg. Dafür gab es anschließend eine schöne lange Abfahrt und schnurstracks waren wir am Rand der Heide in Großerkmannsdorf angekommen. Hier verläuft zwischen dem neuen Wohngebiet und der Heide ein breiter Grünstreifen, in dem ein Radweg geführt wird. Von diesem bogen wir dann ab und fuhren quer durch das Wohngebiete auf Wegen und Anliegerstraßen bis zur Goldbachaue.

  

Der freie Blick gen Himmel ließ nichts Gutes erwarten – zogen doch große, recht dunkle Wolkenformationen von allen Seiten heran. In der Goldbachaue verläuft ein recht neuer Radweg immer entlang des Goldbachs hinein nach Radeberg. Mitten auf dem Radweg wurde mir dann die Kombination aus starkem Wind und Nieselregen zu sehr belastend – ich zog meinen Regenponcho über. Am Ortseingang quert dieser neue Radweg auf einer kleinen Brücke den Goldbach und ab da war der Wind weg und es war schon wieder trocken. Kurz danach wird der Weg mehr zum Fußweg oder gar Trampelpfad – aber es geht immer am Goldbach entlang. Dann kommen wir an die Schillerstraße, mit der wir auf die andere Seite des Goldbachs wechselten. Hier möchte ich „Nachahmern“ raten, auf der rechten Seite des Goldbachs zu bleiben und die dort verlaufende Straße „Am Goldbachgrund“ zu nutzen (siehe auch die Empfehlung weiter untern), denn … nach anfänglich guten Wegen änderte sich das direkt am Goldbachteich extrem. Unser „Weg“ schlängelte sich am steilen Hang oberhalb des Teiches, kam dann aber zum Glück schnell wieder runter ans Ufer, wo wir direkt neben der Wasserlinie entlang rollten. Die sich auf dieser Seite des Teiches versammelten Enten schauten erst völlig ungläubig (was wohl heißt, dass sonst nie jemand dort mit dem Fahrrad lang kommt), um dann erst vorsichtig und langsam und anschließend  mit Krawall und Flügeleinsatz das Weite zu suchen.

     

Schade ist, dass es am Goldbachteich, der als Angelgewässer verpachtet ist, keine Bänke oder andere Sitzgelegenheiten gibt, so verschoben wir unsere hier geplante Rast auf später und fuhren auf Anliegerstraßen (Ferdinand Freiligrath-Straße / Adolf-Kolping-Straße / Robert-Blum-Weg / Robert-Bosch-Straße) weiter in Richtung Heide. Dort „erwischten“ wir den Abzweig des Mittelweges von der Robert-Bosch-Straße nicht so richtig (unser Abzweig war nur eine Grundstückszufahrt) und so gab es eine kurze Einlage querfeldein (oder querwaldein?). Als wir dann wieder einen Waldweg erreichten (ja – es war der Mittelweg), folgte die langersehnte PP. Und da wir einmal standen, wurde der von mir mitgebrachte Sekt mehr oder minder gleich in die Trinkgefäße der drei Teilnehmer dieser Radtour verteilt. Wir waren recht ungestört, es kamen lediglich mal ein paar Spaziergänger – aber dann …  kam ein Mountainbiker, schaute ganz verwundert und fragte uns, ob wir ihm sagen könnten, wo er denn hier sei :-)))) Da ich meine selbst gefertigten Luftbildkarten dabei hatte, war es mit ein Leichtes, ihm diese Frage sehr ausführlich zu beantworten. Noch lachten wir – weil wir nicht wussten, was uns so noch erwarten würde.

     

Die geringe Frequentierung des Weges hatte, wie alles auf dieser Welt, einen Grund. Dieser Bereich der Heide, direkt angrenzend an die alten Gewerbeflächen von Radeberg ist eine ganz nasse Ecke – selbst die umfangreich gezogenen Entwässerungsgräben schaffen es nicht, wenigstens die Wege trocken zu halten. Und so hatten wir dann die Entscheidung am Wegekreuz von Mittelweg mit der Schneise 1, der wir eigentlich folgen wollten. Die in Sichtweite erkennbaren Wasserpflanzen ließen uns diesen Weg abwählen. Da aber die Richtung (zur Staatsstraße 95) klar war, verließen wir den Mittelweg und versuchten unser Glück auf dem schrägen Weg zwischen der Schneise 1 und dem Mittelweg. Doch nach nicht mal 50 m war hier Schluss. Der Untergrund war total aufgeweicht – wir entschieden uns, auf dem Mittelweg weiterzufahren und kürzten gleich per Luftlinie ab. Aber auch auf dem Mittelweg war es sehr feucht, als der Weg dann noch einen Bach querte, war dies eher wie eine Furt ausgebildet – es ging voran, aber nur im allerkleinsten Gang. Und so kam, was kommen musste, auf der Gegenseite der Furt kam mein Vorderrad hoch und mich legte es auf die Seite. Zum Glück war ich ja ganz langsam unterwegs und das Gras rechts neben dem Weg war trocken. Also fix aufgerappelt und weiter ging’s.

   

   

Der Mittelweg  trifft dann stumpf auf den Stallweg oder Alte Vier (in anderen Karten auch als Kreuz 4 bezeichnet) wir fuhren in diesen nach rechts ein und auch hier folgten sehr feuchte, aufgeweichte Stücke. Die Fahrbedingungen waren denen im Tiefsand vergleichbar – wer es schon einmal versucht hat, in einem großen Sandkasten Fahrrad zu fahren, weiß wovon ich spreche. Ein Stück weiter stießen wir dann wieder auf einen der fest ausgebauten Forstwege (erst Flügel 2, dann Stallweg oder Alte Vier), den wir bis zur Kreuzung von Stallweg oder Alte Vier mit dem C-Flügel entlangfuhren. Wer die Tour gern mal nachfahren will, sollte, wie oben schon erwähnt, bereits an der Schillerstraße auf die Straße „Am Goldbachgrund“ ausweichen, von der aus man auch zum Goldbachteich hinab fahren kann. Weiter würde ich dann über die Straße „Am Goldbachgrund“ zur Heidestraße und auf dieser bis zur Forststraße fahren, über die man dann auf den Stallweg (auch als Alte Vier bezeichnet) kommt und auf diesem sicher wieder in die Heide einfährt.

   

Ab der Kreuzung von Stallweg oder Alte Vier mit dem C-Flügel nutzten wir den breiten Weg (vom System her wäre das der Flügel 1) zur Staatsstraße 95, welche wir direkt querten, um dann halb rechts in den Nachtflügel einzufahren. Auf dem Nachtflügel ging es  weiter in Richtung Langebrück. Um nicht erst über die Eisenbahnstrecke hin und her zu müssen, wechselten wir dann auf den Kreuzringel und erreichten auf diesem Langebrück. Kurz vor dem Erreichen des Ortes fuhren wir nach halb lins ab und umfuhren sozusagen Langebrück auf der Weißiger Straße und dem Steinweg. Auch hier wurde spürbar „bergwärts“ gefahren. Dann kam von rechts die Straße aus dem Ort, welche als „Gänsefuß“ uns erst bis zur Hofewiese und dann weiter bis zur Heidemühle führte. Dort lud uns René noch auf ein Bierchen ein und wir saßen wieder nah am Kamin in der „Haidemühle“ (s.o.). Die Runde von der Heidemühle zur Heidemühle hatte 19,5 km.

  

    

Gemütlichkeit hin Gemütlichkeit her – wir hatten noch ein Stück Weg vor uns. Und so ging’s dann zügig über den Gänsefuß in die Prießnitztalstraße, auf welcher wir entlang der Prießnitz, vorbei am Klettergarten im ehemaligen Waldbad Klotzsche gut vorankamen, um dann unterhalb des Bahnhofs Dresden-Klotzsche in den Prießnitzgrundweg einzubiegen. Auf diesem ging’s dann bis zum Steinernen Tisch am Abzweig des Sandschluchtweges, wo wir ein letztes Mal rasteten. Wir folgten weiter dem Prießnitzgrundweg bis unter der Staufenbergallee hindurch und erreichten nach einem kurzen Anstieg den Alaunplatz. Unsere Absicht, quer über den Alaunplatz zur Alaunstraße zu radeln, wurde durch Bauzäune durchkreuzt. So fuhren wir über die Kamenzer Straße und den Bischofsweg um  den Alaunplatz herum. Am Abzweig der Alaunstraße verabschiedete sich René, er fuhr weiter auf dem Bischofsweg in Richtung Zuhause. Wir fuhren auf der Alaunstraße bis zum Albertplatz, wo wir dann in die Hauptstraße einbogen und auf dieser vorbei am Goldenen Reiter und durch den Fußgängertunnel bis zum Augustusgarten am Narrenhäusl gelangten. Die Rückfahrt von der Heidemühle nach Dresden hatte 15,1 km.

 

Wir fuhren von Dresden durch die Dresdner Heide nach Dresden - auch dieses Mal eine große 8 mit der Heidemühle als „Schnittpunkt“ dieser 8. Alles in allem waren es 46 km - mit neuen und „alten“ Mitstreitern, die gerne wieder mitfahren wollen und die mir jederzeit willkommen sind. Hier noch ein paar Daten zur Tour: reine Fahrzeit 3:17 Std., Durchschnittsgeschwindigkeit 14,45 km/h, maximale Geschwindigkeit 46,2 km/h, Ankunft am Start- und Zielpunkt ca. 17:45 Uhr.

    

< zurück zur Übersicht >