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Pfingsten 2012         Zweite Mehrtages-Radtour

                                 Spree-Radweg von der Quelle bei Eibau in Richtung Berlin 

           

            

Zweiter Tag - Samstag 26.05.2012

 

Ich war gegen sieben munter und habe dann angefangen zu packen. Mitten beim Heruntertragen der Gepäckstücke kam die Wirtin und meinte, das Frühstück sei fertig. Also hab ich das Packen kurz unterbrochen und erst mal gefrühstückt. Und wie das so ist, ein älteres Paar (mit e-Bikes auf dem Spree-Radweg unterwegs) frühstückte am Nachbartisch und es gab so einiges zu erzählen – nachher auch noch kurz mit den Wirtsleuten – und so war es dann um zehn, als ich mit dem Packen fertig und startbereit war. Ich kann die kleine Pension  Gaststätte „Zur Einkehr“ [An der Brücke 6, 02694 Guttau / Brösa, siehe auch http://www.karichs-einkehr.de] nur empfehlen. Sie liegt ca. 200 m vom Spree-Radweg entfernt, hat gute und saubere Zimmer, freundliche Leute, eine gute Küche und passende Preise – was will man mehr?  

         

Start am Samstag um 10:00 Uhr – mein Ziel war der Zeltplatz in Burg, also lagen etwa 115 km Wegstrecke vor mir. Von der Pension aus startete ich in Richtung Nachbarort und über einen Feldweg ging es dann zurück zum Spree-Radweg. Auf diesem rollte ich immer weiter gen Norden. Der Wirt hatte mich noch vor einer sandigen Strecke gewarnt und so nahm ich ab Lömischau lieber die parallele Straße erst bis nach Halbendorf/Spree und weiter über Neudorf/Spree bis zur Bundesstraße 156, mit welcher ich die Spree querte. Bereits hier ist die Spree ein kleiner Fluss, an dem für den Hochwasserschutz viel getan wird.

        

Weiter ging es auf Nebenstraßen und separaten Radwegen über Mönau bis Uhyst, wo ich eine erste Radler-Rast einlegte. Dann am Bärwalder See hatte ich Gegenwind, doch nach einem kurzen Stück am Strand ging der Radweg hinauf ins Umland und bog dann nach links ab, um parallel zur Spree durch die Rester der Bargbaulandschaft zu verlaufen. Es folgte eine Umleitung über Bärwalde nach Sprey. Ab Sprey folgte ein langer Abschnitt auf einem Radweg neben einer größeren Straße – natürlich mit Gegenwind :-)

Irgendwann ging es dann links runter, erst zur Rollmühle, wo der Hauptarm der Spreee mit einer Brücke gequert wurde und weiter nach Döschko, wo mich zuvor noch eine Furt durch einen Seitenarm der Spree erwartete. Zum Glück ging alles mit trockenen Füßen ab.

Sehr interessant ist die braune Färbung des Wassers, die offensichtlich durch Ausspülungen aus dem Flussuntergrund entsteht – also kein Zeichen einer Verschmutzung ist. Vorbei an Döschko ging es auf schattigen Wegen nach Neustadt/Spree. Dort wollte ich mal wieder einkehren, aber an der Gaststätte wendete gerade ein Bus und große Gruppen einer Hochzeitsgesellschaft standen überall herum – kurz darauf kam mir das Brautpaar entgegen. Also ging’s weiter – andere Dörfer haben auch schöne Biergärten. Es folgte die Querung von zwei Bahnstrecken, erst ging es mit der Spree unter einer Brücke hindurch (Bahnanlagen vor und nach der Brücke zweigleisig, Brücke nur eingleisig) und kurze Zeit später auf einem Bahnübergang über eine zweigleisige Strecke. Spreewitz blieb links liegen und es ging über eine Brücke über die „Große Spree“ – auch hier war das Wasser total braun.

           

Ab da ging es dann weiter entlang der Spree immer in reiner Natur – nur auf der Karte war später erkennbar, dass es hier sozusagen an der Rückseite des Industriekomplexes „Schwarze Pumpe“ entlang ging.  Es folgte ein sehr schönes „Naturwehr“ – ich dachte mir dabei nur, dass es mit dem Umtragen etwas schwierig werden könnte, wenn Unterstrom die Holztreppe soweit über dem Wasserspiegel endet (Oberstrom klappte es ja).

           

Und dann war ich schon in Brandenburg. Etwa auf Höhe des ehemaligen Kraftwerkes Trattendorf empfangen die Radler hier eine schöne Schautafel (die Übersicht ging bis Cottbus und Burg) und dahinter die neuen Arten der Energiegewinnung.

            

Und so langsam kam Spremberg in Sicht. Es folgte die Ortsdurchfahrt und nach Spremberg ging es dann am rechten Ufer in Richtung Talsperre vorbei an der Vorsperre. Danach führte mich eine Straße (mit Brücke) auf die andere Seite der Spree und ich fuhr an der Talsperre entlang. Nach kurzem Anstieg lag ein Aussichtspunkt vor mir, von dem man sehr schön sehen kann, wie rel. flach die Talsperre und damit auch die Staumauer ist.

      

Ein Stück weiter (immer noch an der Talsperre Spremberg) machte ich Mittagsrast und hatte mit 60 km schon etwas mehr als die Hälfte geschafft. Nach der Talsperre folgte ein Stück bergab und es kam eine Bahnstrecke mit Oberleitungen in Ost-West-Richtung (und das kurz vor Cottbus) – das konnte kein Personenverkehr sein. Ich brauchte gar nicht lange zu schauen und das Rätsel löste sich – es war eine Kohlebahn.

        

Dann ging es fast direkt wieder in die Spreeaue, mit der der Radweg dann unter der Autobahn A 12 hindurchführt. Der weitere Weg führte mich vorbei an einem Badeteich immer an der Spree entlang nach Cottbus hinein, wo ich dann auf einmal vor dem Stadion von Energie Cottbus stand.

     
Auch der weitere Weg durch Cottbus ging immer in der Spreeaue entlang – den Umweg über Peitz sparte ich mir und fuhr weiter entlang der Spree (ist hier auch als Spree-Radweg gekennzeichnet). Und es folgten vorbei an Dobbrick und Maiberg die staubigen Wege auf den Deichen. Es ist zwar schön, dass dort fast keine Autos fahren dürfen, aber der lose Untergrund „bremst“ einen bei gleichem Krafteinsatz um etwa 5 km/h.

       

Dann führte der Radweg immer an der Spree entlang. Ab und zu kam ein querende Straße mit einer Brücke über die Spree und dann – kam Technik. Ich hatte gerade noch mal kurz angehalten, um etwas zu trinken, da sah ich auf einem Parkplatz diesen sehr schön ergänzen VW Amarok und kurz darauf kam der Bauer mit seinem schon recht alten Traktor vom Feld gefahren – zwei kurze Impressionen von Technik heute und gestern.

          

Der Radweg führt dann immer weiter an der Spree entlang bis zum Verteilerwehr. Dann folgt er dem Nordumfluter bis zum ehemaligen Smorgrower Bahnhof. Hier geht’s links ab auf der ehemaligen Kleinbahntrasse in Richtung Burg. Dabei kann hier der Radweg zwei alte Eisenbahnbrücken nachnutzen. Das Festgelände am Schlossberg war schon abgesperrt und voller Leute, doch mich zog es zum Hafen von Burg, wo ich erst mal ein kühles Bier trank. Dann ging’s noch fix zu Netto Brot, Grillgut und Bier einkaufen und mit einer gut überladenen Fuhre rollte ich den letzten Kilometer bis zum Campingplatz.

           

Dort waren ja die Regenkinder mit ihrem Paddel-Wochenende. Dass wir uns die Zeltwiese mit einer anderen Gruppe teilen mussten, wusste ich ja, aber dass es so voll war, hatte ich nicht erwartet. Und ehe erst noch viele Leute ihre Autos hin und her rangieren sollten, bezog ich Asyl bei Körni im Vorzelt. Das hatte nebenher noch den Vorteil, dass Körni eine große strombetriebene Kühlbox hatte, so war für die Kühlung meines Bieres gesorgt. Ganz nebenbei waren schon einige am Grillen und auch ich fand noch ein Plätzchen an der großen Tafel – ich finde es immer lustig, wenn so total unterschiedliche Campingtische zu einer langen Tafel zusammen gestellt werden. Im Anschluss an das langgezogene Abendbrot wurde noch etwas geschwatzt -  ich glaube den anderen war der erste Tag paddeln mehr in die Glieder gefahren als mir die lange Etappe :-) , denn am Ende des Tages zeigte mein Fahrradcomputer für diese zweite Tagesetappe 115 km an.

         

(Bilder folgen noch)

            

Für die nächsten zwei Tage gibt es eine eigen Seite – dahin gelangt Ihr über die Übersicht

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