* Gefällt Dir diese Homepage oder meinst Du es besser zu können? Erstelle deine eigene kostenlose Homepage jetzt! *

< zurück zur Übersicht >

Sonntag 15.04.2012  Zweite Radtour bergwärts

                                 linkselbig bergauf und bergab zwischen Weißeritz und A 4
Treff war                       09:45 Uhr am Elberadweg vorm "Augustusgarten am Narrenhäusl"

    

Im Vorfeld gab es bereits einige Anmeldungen für diese Tour mit einer interessanten Routenführung. Doch dann kam die Wettervorhersage, dass es am Sonntag eher regnerisch werden sollte. Und so bekam ich einige Absagen (die letzte per SMS als ich auf der Hinfahrt zum Treffpunkt war). Die Augustusbrücke war für Autos gesperrt – so fuhr ich über die Carolabrücke und war etwas knapp dran.

 

Am Treffpunkt warteten mit Wilfried und Klaus zwei Mitradler. Ulrike hatte sich zum „Zustieg“ am Radweg neben der Coventrystraße angemeldet und so ging’s los. Und es war trocken (!) - pünktlich zum Beginn der Radtour machte der Nieselregen eine Pause. So ein Start zu dritt hat natürlich auch seine Vorteile – wir fuhren diesmal durch die Altstadt zum Grünzug des ehemaligen Kohlebahnhofs der Albertbahn. Also erst mal rauf zur Augustusbrücke, auf welcher wir auch den Grund für die Sperrung erkannten – es wurde fleißig Filmausrüstung eingepackt. Zwischen der Semperoper und dem Zwinger hindurch gelangten wir zur Straße „Am Zwingerteich“, querten mit kleinem Versatz die Ostra-Allee  und fuhren auf der Straße „An der Herzogin Garten“ vorbei am Schießhaus in die Schützengasse. Am Wettiner Platz querte wir die Schweriner Straße und gelangten über die Alfred-Althus-Straße in die Ehrlichstraße. An deren Ende liegt der 26er Ring, wo wir – der Vorrangschaltung für die Straßenbahn sei dank – ohne störenden Verkehr über die Straße und die angrenzenden Gleise bis in die Tunnel unter der Eisenbahn fuhren. Nach dem zweiten Tunnel ging’s über die Bauhofstraße und dann gleich eine Rampe hinauf in den Grünzug, in dem wir bis zur Hirschfelder Straße radelten.

    

Weiter ging’s auf dem Dresdner Radweg WEST-OST über die Löbtauer Straße in die Wernerstraße. Dann folgte der Abschnitt des Radwegs durch das alte Löbtau (Lübecker Straße – Altlöbtau – Burgkstraße – Hermsdorfer Straße – Conertplatz – Malterstraße). Am Spartenweg haben wir dann den Radweg verlassen, um über die Braunsdorfer Straße zur Kreuzung Julius-Vahlteich-Straße / Coventrystraße zu gelangen, ab der auf der Südseite der Coventrystraße bis zur Querung der Kesselsdorfer Straße oberhalb des Autohauses Pattusch ein separater Radweg verläuft. Auf diesem Radweg ging es stetig bergan. Am Straßenbetriebshof Gorbitz wartete Ulrike auf uns und nach dem letzten Anstieg bis zur Haltestelle „Altnossener Straße“ (über dem Tunnel des Autobahnzubringers) bogen wir links in die Otto-Harzer-Straße ab, wo uns im Bereich des Grüntunnels der A 17 bereits der nächste Anstieg erwartete. Ab Altfranken gibt es einen separaten Rad-/Gehweg. Dieser wechselt am Ortsende die Straßenseite – ob da jeder Radler die mehrmalige Querung der Straße auf sich nimmt? Durch Pesterwitz fuhren wir erst auf der Wurgwitzer Straße, dann durch den alten Gutshof und vorbei am Altenpflegeheim am Rande der Ende der 90er errichteten Eigenheimsiedlung bis zu den Obstplantagen. Dort ging es gleich zu Anfang an einer Pferdekoppel entlang und dann auf einem Feldweg bis zur Dölzschener Straße, wo wir in Sichtweite des Jochöhschlösschens kurz hielten und ich mir ein zusätzliches Radlertrikot anzog, denn nun folgte die Abfahrt nach Freital.

      

        

      

Der weitere Weg führte uns erst die Straße lang bis zum Jochöhschlösschen, dann einen ganz schmalen Weg um dieses herum und dann den Anliegerweg hinab zur Straße „Am Jochhöh“, auf welcher wir fleißig bremsend bis zur Oberpesterwitzer Straße tief unten in Freital hinabrollten. Über die Roßthaler Straße erreichten wir die Carl-Thieme-Straße, an deren Nordseite ein breiter Radweg verläuft. Diesem folgten wir bis kurz vor die Porzellanmanufaktur, wo rechter Hand der Bahndammradweg nach Kesselsdorf beginnt. Ein kleines Stücken hin ist ein gemütlicher Rastplatz, den wir für einen Schluck Rotwein (wärmt an solchen Tagen) nutzten.

    

    

Da es Ulrike etwas kalt wurde, ging es dann fix weiter auf dem Damm der ehemaligen Schmalspurbahn immer bergan in Richtung Kesselsdorf. Aufgrund der begrenzten Maximalsteigungen für Eisenbahnen und der Nachnutzung des ehemaligen Bahndamms ist dabei der Anstieg zwar stetig und bei Weitem nicht flach (wie Wilfried treffend feststellte)  – aber eben im kleinen Gang gut fahrbar. Schade ist nur, dass man kurz nach der Ortslage von Niederhermsdorf  hinab zur Staatsstraße muss, um diese ebenerdig zu überqueren und anschließen steil bergan bis wir direkt neben das Widerlage der ehemaligen Bahnbrücke gelangten. Wir nutzen die steile Schiebestrecke für einen kurzen Halt mit Besichtigung der zwei Widerlager – nach dem Brückenbruch 1936 war die neue Brücke (regelspurgeeignet) neben der alten Brücke errichtet worden.

   

            

   

Weiter ging’s auf dem Radweg bergwärts. Nach dem Queren der Gartenstraße lies ich nach mal halten – gegenüber an der Staatsstraße war die Drehschranke zu sehen, die bei Sprengarbeiten im benachbarten Steinbruch zur Vollsperrung der Straße (ist hier Autobahnzubringer für Freital) dient. Von dieser Stelle sah man auch den neu gemachten Weg zum Regenrückhaltebecken (sozusagen die Verlängerung der Gartenstraße), über den man zur alten Staatsstraße gelangt, die in halber Breite als Wirtschaftsweg bestehen blieb und dann im weiteren Verlauf als Freitaler Straße direkt nach Kesselsdorf führt. Aber wir wollten ja weiter auf dem Bahndammradweg bleiben – es hatte zwischenzeitlich etwas zu nieseln angefangen und so drückten Klaus und Ulrike aufs Tempo. Dabei übersahen sie einen wunderschön gestalteten Wegweiser an der Kreuzung mit dem Kirchweg von Oberhermsdorf zur kesselsdorfer Kirche. Doch zum Glück für die beiden (und alle Besucher dieser Seite) hat Wilfried ein paar Fotos gemacht.

  

              

   

So kam es, dass die zwei „Schnellradler“ an der Windbrücke etwas warten mussten. Auch hier wurde in letzter Zeit eine Info-Station (drei hochkant eingegrabene Eisenbahnschwellen mit einer Info-Tafel) errichtet und so erfuhren wir alles über die Windunfälle und den Windschutz an dieser ehemaligen Brücke.

         

        

   

Nach einem letzten recht steilen Anstieg (hier wurde in den 80er Jahren der Bahneinschnitt teilweise verfüllt) erreichten wir Kesselsdorf, wo wir kurz bei mir vorbeifuhren (ich hatte kalte Füße und holte mir fix ein zweites Paar Strümpfe). Dann wieder zurück auf den Radweg und vorbei am Kindergarten und der Haltestelle des Schulbusses, wo Ulrike erstmal schauen musste, ob das Haltestellenhäuschen von ihrem Arbeitgeber gefertigt sei. Von Kesselsdorf ging es weiter auf dem neuen Radweg (ehemalige Bundesstraße) bis kurz vor Grumbach und von da in Richtung Kaufbach bis zur Staatsstraße 36, auf der wir ein kleines Stück fahren mussten, da der direkt weiterführende Weg leider nur bis zum (am Wochenende gut verschlossenen) Hoftor des LPG-Nachfolgebetriebes geht. Zum Glück war am Sonntagmittag nur wenig Verkehr und so meisterten wir diesen kurzen Querversatz ganz schnell. Weiter ging es vorbei am Saddle-Shop bis zur Kaufbacher Dorfstraße und auf dieser (wunderbar idyllisch) durch Kaufbach, mit stetigem leichten Anstieg bis zur Kreuzung am Ortsende, wo man die Auswahl hat, nach Unkersdorf oder in Richtung Kesselsdorf zu fahren. Wir fuhren auf der Alten Nossener Poststraße in Richtung Steinbach bis zur Kreuzung mit der Kreisstraße zwischen Kesselsdorf und Unkersdorf. Von da machten wir einen kleinen Abstecher in Richtung Unkersdorf zum hochgelegenen Aussichtspunkt. Auf dem Steinhübel hielten wir unsere Mittagsrast ab und genossen den schönen Blick über das Elbtal. 

   

    

    

Weiter ging’s zuerst ein kleines Stück zurück und dann weiter auf der Unkersdorfer Straße bis ins Gewerbegebiet Kesselsdorf. Dort fuhren wir über die Inselallee hinab ins Tälchen  (das hier ist der Anfang vom Zschonergrund) und dann auf schmalen Wegen erst gegen die Fließrichtung bergan bis zur neuen Umgehungsstraße, unter der hindurch und dann über die Sachsenallee hinweg. Dann ging es erst links und weiter im Grünzug zwischen dem Wohngebiet Kesselsdorf und dem Gewerbegebiet bis zur Straße „Am Wüsteberg“. Mit dieser (es ging schon wieder bergan) erreichten wir die alte Bundesstraße am Ortsende von Kesselsdorf. Und genau auf der Trasse dieser alten Bundesstraße fuhren wir dann an der Ampel über die von Freital kommende neue Staatsstraße vorbei an Neuzöllmen bis zu der Stelle, wo die Autobahn diese alte Straße durchschnitten hat. Ab da gibt es einen Parallelweg zur Autobahn, der allerdings die vorhandene Topographie im Hammerbachtal voll mitnimmt – aber was soll’s, wir waren ja schließlich auf einer „Bergtour“. Wieder „oben“ angekommen, fuhren wir noch vorbei am Funkturm und über die A 17. Dort verabschiedete sich Wilfried, der zum Abend noch ins Theater wollte (oder musste ? J).

    

Wir drei radelten dann über die Coventrystraße zum KIM-Hotel. Dort testeten wir gleich mal die Fahrradrampe neben den Treppen neben der offenen Tiefgarage. Und ja – man kann diese Rampe fahren. Aber wehe, es kommt Gegenverkehr, denn dafür ist diese Rampe viel zu schmal. Durch den schmalen Gang zwischen Aldi und Möbel-Boss gelangten wir denn zur verlegten Oskar-Maune-Straße, auf der wir vorbei am P+R-Parkplatz und der Endhaltestelle der Linie 7 hinein nach Pennrich radelten. Von da wollte ich eigentlich hinab in den Zschonergrund, aber Ulrike hatte keine Lust, von da wieder hinauf zu Ihrem Zuhause zu müssen und bot uns an, bei Ihr Kaffee zu trinken. Als dann Klaus sich auch fürs Kaffeetrinken entschied stand es eh schon 2:0 – egal, wie ich mich entscheiden würde, das demokratisch gewählte Ergebnis stand eh schon fest und so übernahm Ulrike die Führung.

    

Es dauerte aber nicht lange, da merkten wir alle, dass es oft nicht so gut ist, die Führung abzugeben. Ulrike lotste uns nach links in ein parkähnlich gestaltetes Areal – es ging leicht bergab und auf einmal standen wir oberhalb eines Seitentales vom Zschonergrund. Oh, das war es jetzt nicht – also alle wieder zurück auf die Altnossener Straße, der wir noch etwas folgten. An der Einmündung vom Gompitzer Wirtschaftsweg übernahm ich dann wieder die Führung und wir radelten auf dem Wirtschaftsweg bis zum Hohlweg und auf diesem bis zur Ockerwitzer Allee. Dort gab es erstmal „Kultur für Männer“ eine große Baustellentafel informierte über die schon von weitem sichtbaren Bauaktivitäten. Oberhalb der Ockerwitzer Allee wird ein großes Rückhaltebecken errichtet, die Gompitzer Straße und der danebenliegende Graben saniert und oberhalb der Wohnbebauung von Omsewitz gibt es dann noch einweiteres Rückhaltebecken. Über die Ockerwitzer Allee gelangten wir erst nach Ockerwitz und dann weiter nach Briesnitz in die Schöne Aussicht, wo Ulrike wohnt. Vor dem Kaffeetrinken schauten wir noch kurz in Ulrikes Garten, Klaus arbeitet ja im Baumarkt und so gab’s jede Menge gute Tips zum Pool und zur Regenrinne. Bei letzterer will er auch gern mal helfen kommen, damit es wieder schön aussieht. Beim anschließenden Kaffeetrinken haben wir uns dann ganz schön verquatscht und so war es schon 18:00 Uhr, als wir weiterfuhren.

    

Erst ging es die Schöne Aussicht bis zum Ende und da kreuzt ja der Wolfszug – eine lt. Stadtplan und anderen Karten durchgehende Straße. Es war nix mit Straße – das Zwischenstück des Wolfszuges zwischen der Schönen Aussicht und dem Marktweg kann man so etwa in die Kategorie „Wiesenweg“ einordnen. Aber zu unserem Glück war unsere Fahrtrichtung bergab und so meisterten wir auch dieses Stück. Dann bogen wir rechts ab in den Marktweg und fuhren über den Wirtschaftsweg und die Zschonerallee bis zur Straße „Am Lehmberg“. Diese hinab zur Alten Meißner Landstraße und auf dieser zur Meißner Landstraße. Inzwischen hatte es wieder etwas zu nieseln begonnen, aber mit richtigen Fahrradsachen macht das nichts. Mit der Hamburger Straße ging’s dann unter der Eisenbahn durch und anschließend links auf der Zufahrt zum Bootshaus hinab zur Elbe. Hier an der Elbe wurde der Regen stärker und dass wir nach dem neuen kurzen Anstieg stromaufwärts der Flügelwegbrücke auf dem Flügelweg hielten und unsere Regenponchos überzogen. Klaus meine dabei, dass er nicht erst noch mit über die Elbe kommen würde (er wohnt in Zschertnitz). Und so fuhren wir denn noch auf dem Elberadweg bis zur Albertbrücke, wo wir uns verabschiedeten und ich dann rüber zum Parkplatz neben der Staatskanzlei fuhr. Am Ende der Tour zeigte mein Fahrradcomputer genau 51 km an.

   

P.S. Heute (Montag) stand es in der Zeitung: Ein tschechisches Filmteam drehte von 5 – 10 Uhr auf der Augustusbrücke im Auftrag von Phaeton-Importeuren aus dem Reich der Mitte Werbeaufnahmen für das chinesische Fernsehen.

        

< zurück zur Übersicht >