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Donnerstag   01.05.2014 bis

Samstag       03.05.2014       Radel-Wochenende 2014 der Regenkinder  

Tag 2 (Freitag, 2. Mai) – Ausflug von Steina zur Talsperre Kriebstein

Als wir am Donnerstagabend noch etwas beisammensaßen, kam das Gespräch auch auf das für Freitag angesagte ganztägig schlechte Wetter. Und so wurde schon mal ein „Plan B“ ausgedacht. Am Freitag war für 9:00 Uhr das gemeinsame Frühstück geplant, aber so richtig Leben in die Bude kam erst ab viertel zehn. War das der körperlichen Erschöpfung nach der Hintour oder dem Drang, nicht als Erster laut zu machen, oder einfach nur dem nasskaltem Wetter geschuldet? Ich glaube, da spielte alles mit rein. Doch dann ging‘s recht fix und alle saßen am Frühstückstisch. Rene hatte Brötchen aufgebacken und die Kaffeemaschine lief auf Hochtouren. Es gab leckere selbstgemachte Marmelade und auch für die herzhafte Fraktion war reichlich Auswahl vorhanden. Beim Blick nach draußen (und den „Erlebnisberichten“ der Raucher) war dann schnell klar – zum Radfahren war es einfach zu kalt und zu nass. So wurde fix durchgezählt, wie viele Plätze in den vorhandenen Autos frei waren und Sven fuhr mit Rene zu dessen Wohnung, um das dritte Auto zu holen. Entgegen unserer Planung haben wir die Fahrräder stehengelassen und sind per Auto zur Talsperre Kriebstein gefahren. Zuerst ging es zur Gaststätte „Zum Waldkauz“, wo Rene fürs Mittagessen vorbestellt hatte. Nachdem wir alle gut gespeist hatten, wurde der Rest des Tages verplant. Die Möglichkeit, mit dem Schiff eine Rundfahrt auf der Talsperre zu machen, kam gut an und die Burg Kriebstein mit ihrer Sonderausstellung über DDR-Kinderspielzeug lockte auch. So fuhren wir zuerst an die Burg und bestiegen und besichtigten diese. Dabei gab es so einiges Lustige zu sehen. Angefangen von den Erinnerungen an das eigene Spielzeug über die sehr schön hergerichteten früheren Wohnräume bis zur „Außentoilette“ im wahrsten Sinne – es war ein kleiner Anbau außen an der Außenwand mit Freifall nach unten.

Dann fuhren wir zum großen Parkplatz an der Zuwegung zu den Seeterrassen und gingen lockeren Schrittes berab. Nur gut, dass wir elf Leute waren – die Rundfahrt findet nur mit mindestens zehn Fahrgästen statt. Am Anleger wartete schon das Motorschiff und nachdem so eine größere Gruppe da rumstand, kam die Schiffsmannschaft schnell herzu und wir betraten das Schiff. Erst saßen wir alle im Mittelteil und bestellten aus dem Angebot von Essen und Getränken – später wechselten wir alle gemeinsam in den Panorama-Raum am Bug des Schiffes. Zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten gab es Informationen aus der Lautsprecheranlage. Die Rundfahrt begann in Richtung Lochmühltal, dann ging es an der Sperrmauer entlang und dann immer weiter stromaufwärts. Neben benannten Felsen und der Jugendherberge im Bereich des ehemaligen Strandbades sahen wir die „neue Insel“, hier wurde nach dem Hochwasser das in die Talsperre eingeschwemmte Geröll zusammen geschoben und die ehemalige Gaststätte Waldhaus, aus der in den letzten Jahren durch einen großen Anbau ein Hotel gemacht wurde. Leider erfolgte (vermutlich für den „schönen Blick“) keine Neuaufforstung der ehemaligen Waldflächen zwischen dem Waldhaus und der Talsperre. Dann passierten wir noch die Rester eines Nachbaus eines deutschen Segelschulschiffes, von diesem sind der Bug und das Heck in Beton noch zu sehen, das andere wurde nach dem Krieg zerstört. Dieser Nachbau diente der Ausbildung von Matrosen nachdem das originale Segelschulschiff in der Nordsee untergegangen war. Die (etwas größeren) Motorschiffe für die Rundfahrt können aufgrund ihres etwas größeren Tiefgangs nicht bis zur letzten Fähranlegestelle fahren, deshalb wendeten wir dann im Bereich der kleinen Fähre, mit der wir bei der Radtour zur Gaststätte „Zum Waldkauz“ übergesetzt hätten. Zurück ging es dann ohne Erklärungen aus dem Lautsprecher und wir ließen die Ansichten auf uns wirken.

Nach dem erfolgreichen „Anlanden“ führte uns der Rückweg noch zur Staumauer. Wieder zurück am Parkplatz zeigte uns Rene auf der Rückfahrt so in etwa den Weg, wo wir bei schönem Wetter per Fahrrad entlanggefahren wären. Zurück bei Rene wurde wieder der Grill angeworfen. Wir nutzten die freie Zeit noch, um den Anhänger von Jörg zu reparieren und Sven machte noch eine kleine Radtour durch die Umgebung. Dann kamen wir wieder an der großen Tafel zusammen und ließen uns das Gegrillte und den Salat gut schmecken. Rene hatte extra ein spezielles Brot besorgt, welches auch leicht angegrillt sehr lecker schmeckte und der besondere Regionalhit war der scharfe Senf von Marder – mittlerweile ein beliebtes Mitbringsel bei Besuchen von Verwandten und Bekannten. Es folgte noch eine kurze Diskussion, wie viel eher als am Freitag man denn am Samstag aufstehen und frühstücken könnte / wollte. Am Ende lag dann der Kompromiss im Minutenabstand zum Freitagsfrühstück. Als es dann später wurde, legten sich die Leute so nach und nach schlafen und es hallte in der Halle nach fleißigen Holzfällern :-) Auch wenn wir wegen des Wetters nicht per Rad zur Talsperre Kriebstein fahren konnten, war es ein sehr schöner Ausflug, an den viele sicher noch lange zurückdenken werden.

 

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